Digitale Filme in MiniDV

Mit der im Jahr 2000 angeschafften ersten digital arbeitenden Kamera, der Canon DM-XM 1, begann mein „digitales Zeitalter“. Obwohl digital, arbeitete die Kamera immer noch mit einem Laufwerk und der nur noch 6,5 x 4,7 cm kleinen MiniDV Videocassette. Wieder verbesserte sich die Bildqualität.

Die folgenden Jahre waren hauptsächlich gekennzeichnet durch die Zusammenarbeit mit dem in Eisenberg lebenden Jürgen Mattheis. Ihm gelang es, meinen Vorsatz, keinen Spielfilm mehr zu drehen, wieder aufzugeben. Der Arbeitsaufwand, einen Spielfilm alleine verantwortlich zu produzieren (auch wenn es sich um ein Amateur-Projekt handelt), ist enorm. Ich hatte das jetzt fünfmal gemacht und wollte mich fortan weniger aufwendigen Projekten widmen. Aber Jürgen war genauso ein Verrückter wie ich und überredete mich, mit ihm zusammen OUTCAST, einen bereits geplanten Science-Fiction-Film, auf die Beine zu stellen. „Also gut“, sagte ich und so gingen wir an die Arbeit. Jürgen war der festen Überzeugung, wir könnten das in gut einem Jahr schaffen; ich prophezeite ihm, wir würden mindestens 2 Jahre brauchen. Das glaubte er mir nicht. Es wurden über 5 Jahre! Das hat natürlich auch seinen Grund. Schließlich stand die ganze Crew ja in Lohn und Brot. Wir mussten ja alle unseren Berufen nachgehen und so konnten wir nur an den Wochenenden drehen. Und wer schon einmal versucht hat, nur 3 bis 5 Personen mit verschiedenen Wohnorten und Interessen für einen Samstag zum Drehtermin zusammenzutrommeln, der weiß, wovon ich rede.

Ein Teil der Crew

Man muss schon ganz schön verrückt sein, für ein privates Amateurprojekt so lange durchzuhalten. Aber mitten in den Dreharbeiten abzubrechen, kam für mich nicht infrage. Ich darf das so sagen – Jürgen hat mir das bestätigt – aber ohne meine Hartnäckigkeit wäre dieser Film nie fertig geworden!

Der Aufwand war enorm. Jürgen schrieb das Drehbuch, animierte die digitalen Effekte, kümmerte sich um die Organisation und die Bauten. Ich stemmte auf meinem Casablanca-Schnittsystem die komplette Nachbearbeitung, also Schnitt, einfache Effekte, Vertonung und Synchronisation. Außerdem stand ich hinter der Kamera, teilte mir mit Jürgen die Regie und spielte im Film eine der Hauptrollen. Wir bauten 1 : 1 den Innenraum eines Raumgleiters, im Film ‚Searcher‘ genannt, in dem die Darsteller für die Dreharbeiten bequem Platz nehmen konnten. In der Halle der Firma Sommer und Gölbert entstand ein Fimset mit Green-screen-Wänden, der Voraussetzung dafür, dass wir digitale Effekte einsetzen konnten. Einer meiner ehemaligen Arbeitskollegen stellte uns sein Boot zur Verfügung, um eine Szene vom Luftangriff des Searchers auf eben dieses Boot zu drehen. Die Aufnahmen entstanden anschließend auf dem Rhein. Jürgen lies sich mit der einmotorigen Maschine eines Freundes über den Rhein fliegen, um Luftaufnahmen aus Sicht des Searchers zu drehen. Er war es auch, der zusammen mit Christian Heidbüchel in Ägypten Unterwasseraufnahmen für den Film beisteuerte. Wir hatten unzählige Helfer vor und hinter den Kulissen. Unsere Frauen nähten Kostüme und, und, und…

43 Personen vor und hinter der Kamera, davon alleine 34 Darsteller. 450 Effekt-Einstellungen vom einfachen Laserschuss bis zur aufwendigen Weltraumszene. 110 Minuten Filmlaufzeit aus 29 Stunden Rohmaterial. Das war OUTCAST.

Premiere 2007 vor 150 Zuschauern.

Ein Mausklick und der Trailer läuft:

Musik GEMAfrei von http://www.musicfox.com, Lizenz Nr. 39226

Nach OUTCAST war erst einmal ein Jahr Pause. Es war klar, dass wir uns an dem Film fast übernommen hatten. Ein solches Projekt würde es nicht mehr geben! Aber ein einfacheres, mit weniger Aufwand, vielleicht drei Nummern kleiner, das könnte gehen…

…dachten wir ein Jahr später. So entstand schließlich „Soko Barbie“, ein in Eisenberg spielender „Pälzer Krimi“. Teils im Pfälzer Dialekt gedreht, wurde aus dem Film ein bodenständiger Regional-Krimi. Weniger Darsteller, kürzere Drehzeit, drehen in der Natur mit Pferden. Das absolute Kontrastprogramm zu OUTCAST!

Wir haben den Film in den Offenen Kanälen Kaiserslautern und Ludwigshafen am Rhein eingestellt. Die Offenen Kanäle sind verpflichtet, einen Beitrag 1mal zu senden. Soko Barbie wurde auf beiden Kanälen mindestens 6 Jahre lang wiederholt. Werten wir das mal als Zustimmung.

Eindrücke von den Dreharbeiten:

Auch in „Soko Barbie“ übernahm ich neben Kamera, Schnitt und Regie eine Rolle. Diesmal aber eine Nebenrolle, die mir besonders Spaß machte: Ein Landstreicher! Ilse Mattheis hat mich verwandelt.

Eindrücke von der Premiere:

Interesse am Trailer? Anklicken:

Musik GEMAfrei, Eigenproduktion

Erstmals lösten in diesem Film die Protagonisten Bodo und Maus einen Fall. Obwohl es danach keinen Film mehr gab, sollten Bodo und Maus nochmals ermitteln! Wie das?

Diesmal war ich es, der Jürgen ansprach, ob wir noch einmal einen Fall für Bodo und Maus aus der Taufe heben sollten. Wir waren zwischenzeitlich im Ruhestand und hatten jetzt mehr Zeit. Doch Jürgen wollte nicht. Aus den bereits erwähnten Gründen. Wir werden alle nicht jünger und er wollte den Stress und den Aufwand nicht mehr auf sich nehmen. Das konnte ich nachvollziehen und akzeptieren. Mir wurde damit aber auch klar:

Es hat sich aus-gespielfilmt!

Seit Jahren schon hatte ich den stillen Wunsch, ein Buch zu schreiben. Vorzugsweise eine Geschichte, einen Roman. Niemand hatte ich davon erzählt. Ist auch besser so. Erntet man damit hinter seinem Rücken womöglich nur Skepsis und Spott. „Kann der das?“

Schlagartig wurde mir klar, dass ich das Thema für meinen heimlichen Roman gefunden hatte! Bodo und Maus sollten wieder aufleben! In einer völlig neuen Geschichte. In einer Geschichte, die weit über das hinausgeht, was für ein Amateurfilm-Team verfilmbar war. Mir war die Möglichkeit gegeben, die Protagonisten des Buches alles das erleben zu lassen, was ich schon immer wollte. Bodo und Maus bekamen eine Biographie. Die Figur des Bodo wurde im Buch weiterentwickelt. So entstand „Bodo ermittelt… Der verfluchte September“, mein erstes Buch!

Weiter auf Video Hi8

Ende der 80er Jahre kam mit dem Aufkommen der Video-Aufnahmetechnik das schleichende ‚Aus‘ für Super 8. Die ersten Video-Camcorder waren klobig, die Technik noch nicht ausgereift und die Bildqualität, gelinde gesagt, bescheiden. Deshalb konnte ich mich für ein paar Jahre auch nicht entschließen, in die neue Technik einzusteigen. Erst mit der Erfindung der kleinen, qualitativ besseren Hi8 – Cassette fand ich wieder Freude an meinem Hobby. Hi8 sorgte für deutlich bessere Bildqualität, war aber immer noch analog.

Endlich Aufnahmen mit Originalton! …und die Möglichkeit, das Gefilmte unmittelbar ansehen und weiterverarbeiten zu können. Endlich gab es auch ein günstiges Speichermedium: Die Hi8-Cassette. Die Speicherkapazität von 60 Minuten gegenüber der Super 8 – Kassette mit 3,5 Minuten war geradezu sensationell. Das alles steigerte enorm die Produktivität. In Hi8 entstanden dann auch die im vorigen Kapitel erwähnten Familienfilme und – wie sollte es anders sein – Urlaubsfilme. In diesen Jahren hatte ich die Kamera wohl am häufigsten in der Hand, überwiegend im privaten Bereich.

Da ich in den 90ern mehrmals auf Wanderurlaub im Tiroler Stubaital war, entstand auch eine ganze Reihe von Bergfilmen.

Die Stubaier Gletscherwelt

In diesen Jahren entschloss ich mich noch einmal, einen Spielfilm zu wagen. „Credo – Unbekannte Macht“ wurde ein längerer und aufwendigerer Film, als damals noch in den alten Super 8 – Zeiten. 14 Darsteller, fast 2 Jahre Arbeit für einen Amateur-Krimi mit einem Hauch von Science-Fiction bedeutete wieder viel Arbeit. Wir haben sogar auf Mallorca und in den Tiroler Alpen gedreht. Zum ersten mal gab es eine größere Premiere mit über 50 Zuschauern.

Es geht in dem Film um die dramatischen Ereignisse rund um die Suche dreier Freunde nach geheimnisvollen CD-ROM´s, auf deren Suche sie von einer bedrohlichen Situation in die andere stolpern. Da sie nicht die einzigen sind, die sich für die Datenträger interessieren, schlittern Sie in ein lebensgefährliches Abenteuer mit unerwartetem Ausgang.

Kostprobe? Trailer ansehen:

Musik lizenziert von http://www.musicfox.com Lizenz Nr. 39226

Warum dieser Aufwand für einen Amateur-Film? Es hat halt Spaß gemacht! Die Filmerei war für mich schon immer ein wunderbarer Ausgleich zum Stress der täglichen Arbeit. Bei mir da oben ist irgendwo eine kreative Ader. Und die will raus. Das Ventil dafür waren immer meine Filme.


1999 dann meine Idee, einmal eine schöne Dokumentation zu drehen. Da mein Sohn Michael seinerzeit Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Ebertsheim war, fragte ich dort an und stieß auf offene Türen. Ein Jahr habe ich die Feuerwehr bei ihren monatlichen Übungen begleitet. Es entstand meine erste Dokumentation.

Ein Film über die Arbeit der Feuerwehr ist hier im Beitrag „FullHD – Heute“ auf der Seite „Filmen“ eingestellt.

FullHD – Heute

In den alten Super-8-Zeiten ahnte ich noch nicht, was heute einmal möglich sein wird. Die Digitalisierung war erstens eine Revolution für die Filmnachbearbeitung und zweitens mit der SD-Karte auch für die Aufnahmetechnik. Keine Laufwerke mehr in den Kameras. Kein Bandsalat mehr. Komfortables Arbeiten. Der engagierte Amateur wurde in die Lage versetzt, professionelle Ergebnisse zu erzielen.

Mein persönlicher Einstieg in FullHD begann 2016 mit dem Kauf einer Sony Handycam HDR CX 900. Inzwischen gibt es bereits 4K, was die vierfache Menge des zu bewältigenden Datenvolumens bedeutet und das stellt sogar die Fernsehanstalten vor Probleme. Es wird noch eine Weile dauern, bis das Format für Alle eine Selbstverständlichkeit ist. Und es wird noch eine Weile dauern, bis ich umsteige.


Drei Filme über die Ebertsheimer Feuerwehr habe ich über die Jahre hinweg gedreht. Der dritte und interessanteste entstand 2015 bei der seit 30 Jahren größten Katastrophenschutzübung des Landkreises Bad Dürkheim in und um Boßweiler. Im Einsatz waren über 400 Rettungskräfte und über 100 Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr, Rettungsdiensten, THW und Polizei.

Als die Freiwillige Feuerwehr Ebertsheim mich bat, darüber einen Film zu drehen, habe ich mir das nicht zweimal sagen lassen. Unterstützt durch Werner Westermann (Feuerwehr Ebertsheim) hatte ich Gelegenheit, die Rettungsaktion innerhalb des Wohnheims Boßweilerhof unmittelbar mitzuerleben und zu dokumentieren. Ich glaube, selten war ein Kamerateam bei einer Übung so mittendrin. Ein Grund dafür, dass die Aufnahmen hautnah und realistisch sind.

Mein Sohn war jahrelang Mitglied der Ebertsheimer Feuerwehr. Ich weiß also, was die Männer leisten, wenn es Ernst wird. Somit ist der folgende auf Youtube-Format leicht gekürzte Film ein Kompliment an unsere Rettungskräfte!

Musik GEMAfrei und lizenziert von http://www.highland-musikarchiv und
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Seit über 13 Jahren filme ich die Veranstaltungen der Kerzenheimer „Stage Performing Artists“. Aus der ursprünglichen Idee eines „Bunten Abends“ für die Jugendfeuerwehr Kerzenheim, den die damals 16-jährigen Jugendlichen um Christopher Krill im Jahr 2000 auf die Beine stellten, wurde schließlich eine Dauereinrichtung mit überwältigendem Erfolg. Der im Mai 2003 daraufhin gegründete Verein veranstaltete seitdem jährlich u. a. Musical-Shows, Theateraufführungen und Prunksitzungen. Seit 2006 und der Theaterkomödie „Rambazamba am Lido Makkaronie“ begleite ich die Aufführungen des Vereins mit der Kamera.

Irgendwann wurde mir klar, dass sich da ganz schön viel Filmmaterial angesammelt hatte und mir kam die Idee, daraus ehrenamtlich eine Dokumentation über die Arbeit der begeisterten Musical- und Theatergruppe um Christopher Krill aus der Taufe zu heben. Der Film spiegelt 17 Jahre Vereinsgeschichte wieder, 17 Jahre Stage Performing Artists e. V.

Dass Christopher Krill zu diesem Zeitpunkt bereits seinen Rückzug aus dem Vereinsvorstand plante, wurde mir erst während der Dreharbeiten bewusst. So wurde aus dem Film ein Rückblick auf das Wirken des Vereinsgründers.

Ist auch die Zeit der Musicals in Kerzenheim vorbei, so widmet sich der Verein weiterhin unter neuer Führung dem Theater und der Fastnacht.

Gerne hätte ich einen Filmausschnitt eingestellt. Ist aus urheberrechtlichen Gründen wegen der Musikrechte aber leider nicht möglich.


2011 hatte ich bei einem Gardasee-Urlaub die Spiegelreflexkamera dabei und wollte eigentlich nur fotografieren. Hin und wieder habe ich dann doch die Filmfunktion der Kamera benutzt.

Zu Hause entstand dann aus einer Laune heraus aus Fotoaufnahmen und Filmschnipseln ein Film. Man kann aus allem etwas machen! Siehe Filmausschnitt:

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Wie geht´s nun weiter? Mit 2 Dokumentationen! Momentan arbeite ich an der Doku über die Renaturierung des Eisbachs bei Ebertsheim und an einem Film über das Dorf, in dem ich seit über 30 Jahren lebe: Rodenbach feiert 2020 sein 1250jähriges Bestehen. Siehe dazu die entsprechenden Beiträge im Kapitel „Filmen“.


Dreharbeiten können auch ganz schön Spaß machen. Wie beim Drehen des Filmportraits über Rodenbach. Man ist beim filmen mit der Drohne draußen in der Natur und sieht seinen Wohnort von den schönsten Seiten. Wann hat man schon mal Gelegenheit, auf dem Mähdrescher mitzufahren? Man hat Freude beim Interview mit Norbert Schindler und unserer inzwischen 101 Jahre zählenden Mitbewohnerin Anneliese Bade, an der abenteuerlichen Kletterei hinauf zu den Glocken der katholischen und evangelischen Kirche – und… siehe unten:

Fliegen und filmen mit der MavicPro


Vor den Dreharbeiten zum Film anlässlich der 1250-Jahr-Feier von Rodenbach habe ich mir einen seit Jahren gehegten Wunsch erfüllt: Die Anschaffung eines qualitativ hochwertigen Quadrocopters. Im November 2018 fing ich bei Null an. Noch nie im Leben hatte ich eine Fernsteuerung für ein Fluggerät in der Hand. Aber, wer einen brauchbaren Film drehen will, muss üben! Der SV Rodenbach hat mir seinen Sportplatz für Übungsflüge zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Das hat mir sehr geholfen! Dann ging ich nach und nach ins Gelände. Und siehe da: Es funktioniert!

…trotz kleiner Anfangsschwierigkeiten im Frühjahr 2019. Deshalb mein gut gemeinter Tipp für alle Anfänger: Wenn der Quadrocopter mit dem Propellerschutz vor deiner Nase an einem Ast hängenbleibt und droht, in den Bach abzustürzen, nicht reflexartig danach greifen.


Auf Übungsflügen entstand aus Probeaufnahmen gleich ein vorzeigbarer Film:

Musik GEMAfrei und lizenziert von musicfox, Lizenz Nr. 34298

So schön ist unser Pfälzer Wald. Hin und wieder sollten wir mal zur Ruhe kommen. Anschauen, zurücklehnen und entspannen:

Musik von Dag Reinbott/https://www.terrasound.de

Kostprobe zu dem in der Entstehung befindlichen Film über Rodenbach: Da die 1250-Jahr-Feier noch in das Projekt eingebunden werden soll, wird er erst kurz nach dem Fest im August 2020 fertig sein. Zum Festakt der Feier wird jedoch offiziell ein ausführlicherer Trailer gezeigt werden. Nach Fertigstellung des Films wird es für jeden die Möglichkeit geben, eine DVD bei mir zu erwerben.

Musik GEMAfrei und lizenziert von audeeyah, Lizenz VJKUC-SUXXY-2VXVV


Mit Super-8 fing alles an

Als ich mich in den 70er Jahren entschloss, das Fotografieren auf Dias umzustellen, war das bereits die Vorstufe zu meinem zukünftigen Hobby. Mir war damals schon bewusst, dass für den geplagten Betrachter nichts langweiliger war, als ein klassischer trockener Dia-Abend. Also habe ich bereits von Anfang an meine Diavorträge mit Hilfe eines Tonbandgerätes mit Musik und Kommentar vertont. Ganz komfortabel wurde es, als es mir möglich war, die Diaschauen mit Tonband und Signalgeber voll zu automatisieren.

Mein Interesse für die Filmerei wurde geweckt, als mir Mitte der 70er ein Bekannter bei einem Spaziergang seine Super-8-Filmkamera in die Hand drückte. Einen 3,5 Minuten langen Film mit 18 Bilder/sec. durfte ich vernudeln. Donnerwetter! Das war doch was! Die Aufnahmen waren unspektakulär und wurden aus der Hand gedreht. Bildstabilisatoren gab es damals noch nicht. Aber das reichte mir für die damaligen Verhältnisse, um eine weitreichende Entscheidung zu treffen: Ich kaufte mir meine eigene Super-8-Filmkamera.

Gleich mein erstes Projekt habe ich wegen der besseren Bildqualität mit 24 Bilder/sec. gedreht, geschnitten und zu einem längeren Film zusammengefügt. Für die junge Generation sei erwähnt, dass Super-8-Filme damals noch stumm waren. Aber man konnte sich den fertigen Film nachträglich mit einer Tonspur versehen lassen und war dann in der Lage, mittels eines Tonfilmprojektors einen geschnittenen, vertonten Film herzustellen. Genau das habe ich mit meinem ersten Projekt auch getan. Was war das damals toll!

Ungeschnittenes Material von der Original-Filmrolle mit allen versemmelten Aufnahmen habe ich von Anfang an nie gezeigt! Die ersten Filme entstanden in meinem unmittelbaren Umfeld innerhalb der Familie. Als 1977 dann Michael, unser erstgeborener Sohn, auf die Welt kam, produzierte ich den üblichen Klassiker: Vater filmt Kind. Millionenfach wird das heute noch auf diesem Erdball praktiziert. Wie sollte es auch anders sein. Im Laufe der Jahre wurde daraus bis ins digitale Zeitalter eine Serie von Familienfilmen, eine regelrechte Chronik, einschließlich einem Blick in die Vergangenheit bis Ende des 18. Jahrhunderts mit dem aufwendig recherchierten Video „Erinnerungen der Familie Schwarz“.

Nach ersten Versuchen, in meine Filme kleine gestellte Szenen einzufügen, kam mir 1979 die glorreiche Idee: Wir drehen einen Spielfilm! Gesagt, getan. Innerhalb des engsten Familienkreises fanden sich sofort Darsteller. So habe ich also ein Drehbuch geschrieben und es entstand unser erster noch unbeholfener Spielfilm auf Super 8: „Ein Fall für Harry Lenz“. Der kam so gut an, dass wir im Laufe der nächsten Jahre auf diese Weise noch 3 Spielfilme produzierten. Der Darstellerkreis wurde immer größer. Digitale Tricks gab es noch nicht. Also lebten unsere Filme von der Action. Wir waren jung und unbedarft und sind mit unseren Autos auf abgesperrten und abgelegenen Straßen herumgeheizt. Und was haben wir „geschossen“ und „geprügelt“! Kurz: Wir hatten Spaß bei der Arbeit!

Ja, richtig gelesen: „Arbeit“. Es war in der Tat eine Menge Arbeit für alle. Auch in der Nachbearbeitung. Wie schon gesagt, waren alle aufgenommen Szenen stumm. Also ließen wir für die Umweltgeräusche den Kassettenrecorder mitlaufen und haben alle Filme am Projektor nachsynchronisiert. Zwischenzeitlich konnte man die Filme mit zwei Tonspuren nachrüsten, was die Nachvertonung erheblich erleichterte.

Dass die Produktion eines vernünftigen Films immer ein irrer Aufwand ist, hat sich in all den Jahren bis heute im digitalen Zeitalter nicht geändert. Es ist für den Außenstehenden kaum nachvollziehbar, wieviel Arbeit in der Filmerei steckt, wenn man sie gewissenhaft betreibt. Auch bei allen meinen heutigen Dokumentationen ist das so.

In unseren dritten Super-8-Krimi bauten wir einen spektakulären Auto-Absturz ein; selbstverständlich mit Absprache und Erlaubnis des Grundstückseigentümers. Manu, einer der Darsteller, steuerte dazu ein Schrottauto bei, das bei ihm auf dem Hof stand. Arno kam mit Traktor und Hänger, um das demolierte Auto aufzuladen und Bruno´s Vater hatte einen Schrotthandel! Wie praktisch! Für alles war gesorgt! Das war unser spektakulärstes Unterfangen, für das wir mehrere Sicherheitsmaßnahmen trafen. Mit drei Kameras haben wir gleichzeitig gedreht, denn die Szene war nicht wiederholbar.

Der Trailer ist eine nette Erinnerung für alle, die damals mitgewirkt haben:

Musik im Film von Dag Reinbott/https://www.terrasound.de

Ein Dorf hat Geburtstag:

Rodenbach wird 1250 Jahre

In 2020 feiert unser Dorf Rodenbach Geburtstag. 1250 Jahre sind es her, dass die ca. 250 Einwohner zählende Gemeinde zum ersten mal im Lorscher Codex aufgeführt wurde. Ein guter Anlass, über unser Dorf, das im Zuge der Verwaltungsreform 1969 mit Ebertsheim vereint wurde, einen Film zu drehen. Eine unterhaltsame Dokumentation, die nicht nur Geschichte und Örtlichkeiten der Gemeinde zeigt, sondern auch die Menschen, die dort leben.

Dass ich selbst im Dorf lebe, ist von Vorteil. Bin ich doch dadurch in der Lage, kontinuierlich in Zusammenarbeit mit der Dorfgemeinschaft daran zu arbeiten. An Unterstützung fehlt es mir nicht. Alle freuen sich schon auf das Endprodukt. Also stecke ich seit Mai 2019 mitten in den Dreharbeiten.

Da die 1250-Jahr-Feier noch in den Film eingebunden werden soll, wird er erst kurz nach dem Fest im August 2020 fertig sein. Zum Festakt der Feier wird jedoch offiziell ein aussagekräftiger Trailer gezeigt werden. Nach Fertigstellung des Films wird es für jeden die Möglichkeit geben, eine DVD bei mir zu erwerben.

Kostprobe? Video unten anklicken.

Musik im Film GEMAfrei und lizenziert von audeeyah, Lizenz VJKUC-SUXXY-2VXVV

Hier mehr Informationen über unser Dorf.

Renaturierung des Eisbachs bei Ebertsheim

In Ebertsheim, am Rande der Verbandsgemeinde Leiningerland, laufen seit März 2019 die Baumaßnahmen zur Renaturierung des Eisbachs. Dort entsteht auf einem Abschnitt zwischen Ebertsheim und Eisenberg ein erlebbares hochwertiges Biotop. Der Eisbach wird wie in alten Zeiten wieder in weiten Schleifen vor sich hin mäandern, ergänzt durch Mulden und Teiche, in denen sich Amphibien ansiedeln und wohlfühlen können. Der Bachlauf verlängert sich durch die Maßnahme auf diesem Streckenabschnitt von 784 auf 1.180 Meter. Positiver Effekt des als Überschwemmungsgebiet angelegten Projektes ist die bei Unwetter einsetzende Rückhaltung von ca. 16.500 Kubikmeter Wasser. Das trägt nicht nur zum Hochwasserschutz bei, sondern ein Teil des im Überschwemmungsgebiet stehenden Wassers versickert im Boden und fördert so die Grundwasserneubildung.

Die Maßnahme ist eines der größten Renaturierungsprojekte in Rheinland-Pfalz und die Krönung der fünfjährigen Amtsperiode von Ortsbürgermeister Bernd Findt, dem das Kunststück gelungen ist, den Ort mit dieser wunderschönen Umweltmaßnahme aufzuwerten. Findt wurde 2019 von der Wählerschaft im Amt bestätigt und kommt so während seiner zweiten Amtsperiode in den Genuss, beim Entstehen des Projektes, das für ihn nach eigenen Worten eine Herzenssache ist, persönlich mitzuwirken.

Seit Beginn der Arbeiten begleite ich den Baufortschritt mit der Kamera und erlebe, mit welcher Begeisterung alle Beteiligten, angefangen bei Bürgermeister Findt, über Planer und Bauleiter Valentin, bis hin zum Baggerfahrer, bei der Sache sind. Zum Neujahrsempfang der Gemeinde Ebertsheim 2020 wird der voraussichtlich 25 Minuten lange Film fertig sein.

Neugierig? Einen aussagekräftigen Kurzfilm gibt es jetzt schon:

Der Kurzfilm wurde anlässlich des Besuches von Staatssekretär Dr. Thomas Griese, Referent Winfried Schreiber (beide vom Ministerium für Umwelt, Rheinland-Pfalz) und dem Landrat des Landkreises Bad Dürkheim, Herrn Hans-Ulrich Ihlenfeld am 2. Oktober 2019 auf dem Renaturierungsgelände vorgeführt und hat auf den Wunsch von Herrn Winfried Schreiber den Weg bis ins Ministerium für Umwelt in Mainz gefunden, wo er als Anschauungsmaterial für eine gelungene Renaturierung von Fließgewässern dient.

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